TEST: PocketBook Touch Lux 2

21. März 2014
Lesezeit: 35:38 Min.

Mit der Vorstellung des Touch Lux 2 hat PocketBook in Hinblick auf zwei Dinge überrascht. Erstens: Der eBook Reader ist deutlich früher erschienen als der typische Ein-Jahres-Produktzyklus das hätte vermuten lassen. Zweitens: Der Touch Lux 2 scheint auf den ersten Blick nur wenige Verbesserungen mitzubringen.

Besonders die nur minimal aufgewertete Hardware war eine große Überraschung, denn abgesehen vom schnelleren Prozessor und doppelt so großen Arbeitsspeicher, verfügt der PocketBook Touch Lux 2 weiterhin über einen E-Ink Pearl Bildschirm (mit 1024×758 Pixel). Die Klärung erfolgte schnell: Der Touch Lux 2 wird nicht mehr als Flaggschiff positioniert, sondern soll mit günstigem Preis und guter Softwareaustattung direkt gegen den Tolino Shine antreten.

Mit dem PocketBook Ultra wird in Kürze ein weiteres Modell vorgestellt, das dem High-End-Anspruch voll und ganz gerecht werden soll. Aber auch wenn der PocketBook Touch Lux 2 auf den ersten Blick nur eine kleine Modellpflege darstellt, so entpuppt sich das Gerät bei genauerem Hinsehen dann doch als einbisschen mehr.

Wie gut der neue eBook Reader letztendlich ist und welche Überraschungen er bereit hält, erfährst du im nachfolgenden Testbericht.

Bilder des PocketBook Touch Lux 2

Unboxing

PocketBook betreibt seit geraumer Zeit Anstrengungen um die Kosten für neue eBook Reader möglichst niedrig zu halten. Während PocketBook Geräte vor einigen Jahren fast immer mehr gekostet haben als ähnlich ausgestattete Modelle der Konkurrenz, ist PocketBook inzwischen längst im Mainstream angekommen. Die unverbindliche Preisempfehlung von 111 Euro beim Touch Lux 2 unterstreicht das. Dieser Umstand zeigt sich dann auch gleich bei der Verpackung des Geräts, denn die wurde im Vergleich zum Basic Touch kaum umgestaltet und ist auch exakt gleich groß. Lediglich der Aufdruck ist ein wenig anders: die Oberfläche wurde hochglanzbedruckt.

Der Lieferumfang fällt wie erwartet aus: PocketBook Touch Lux 2, ein Micro-USB-Kabel, eine Schnellstartanleitung und eine Garantiekarte.

Verarbeitung

Wie schon bei der Verpackung macht sich die effizientere Kostenrechnung auch beim eBook Reader selbst bemerkbar. Der Touch Lux 2 sieht nicht nur seinem Vorgänger sehr ähnlich, sondern im Grunde ganz gleich aus wie das Einsteigermodell Basic Touch. Mit dem Design und der typischen Tastenanordnung unter dem Bildschirm, ist der Touch Lux 2 sofort als PocketBook Gerät erkennbar.

Dass Basic Touch und Touch Lux 2 sich nicht nur ähnlich sehen, sondern tatsächlich im gleichen Gehäuse stecken, zeigt auch ein Blick auf die Maße. Mit 174,4 х 114,6 х 8,3 mm ist der beleuchtete eBook Reader genau gleich groß wie das unbeleuchtete Einstiegsmodell. Dabei fällt wieder die geringere Gehäusetiefe positiv auf. Das Gewicht von 208 Gramm ist für einen beleuchteten eBook Reader wiederum oberer Durchschnitt. Der Kobo Aura ist mit 174 Gramm der leichteste beleuchtete eBook Reader am Markt. Auch wenn man das höhere Gewicht besonders im direkten Vergleich durchaus spürt – dadurch, dass der PocketBook Touch Lux 2 weiterhin eine verhältnismäßig große Angriffsfläche bietet, ist es im Alltag kein echtes Problem.

PocketBook Basic Touch (links) und Touch Lux 2 (rechts) stecken im gleichen Gehäuse

Der 6 Zoll E-Ink Bildschirm sitzt wie immer zentriert und relativ mittig auf der Vorderseite und nimmt den größten Platz ein. Das Display ist dabei nur geringfügig im Gehäuse versenkt (wie bei fast allen eBook Readern), was dem Schutz vor Kratzern sehr entgegenkommt. Dank des kapazitiven Touchscreens, ist die Vertiefung nicht so groß wie bei eBook Readern mit Infrarot-Touchscreen. Ein tiefer sitzender Bildschirm hat den Nachteil, dass seitlich einfallendes Licht größere Schattenbildung zur Folge hat. Davon bleibt der PocketBook Touch Lux 2 – wie alle eReader des Unternehmens – verschont. Mittlerweile setzen allerdings fast alle Hersteller (wieder) auf kapazitive Touchscreens.

Frei belegbare Tasten

Weiterhin eine willkommene Abwechslung zur restlichen Marktentwicklung sind die Hardwaretasten des Pocketbook Touch Lux 2. Die sind aber natürlich keine Überraschung, denn auch die anderen Geräte des Unternehmens besitzen weiterhin richtige Knöpfe. Erst mit dem PocketBook Ultra könnte sich das ändern, wobei die niedrige Auflösung der geleakten Bilder noch keinen endgültigen Aufschluss darüber geben. Bis dahin erfreuen wir uns jedenfalls weiterhin an den Hardwaretasten des Touch Lux 2.

Sie sitzen unter dem Bildschirm, in der gleichen Anordnung wie beim Vorgänger. Neu ist allerdings die Kennzeichnung der Tasten, denn anstatt die üblichen Aufdrucke für Home, Zurück, Vorwärts und Menü zu verwenden, sind die Tastenkennzeichnungen als Kreis und Quadrat neutral gehalten. Die Blättertasten zeigen außerdem nicht mehr nach links und rechts, sondern nach oben und unten. Diese neutrale Markierung trägt der Möglichkeit Rechnung, die Tasten frei zu belegen. Die 90-Grad-Drehung der Blättertastenmarkierung sorgt im Querformat für eine etwas bessere Übersicht.

Die Tasten des eBook Readers sind frei belegbar

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Status-LED zwischen den Knöpfen eingespart und ist sinnvollerweise in den Power-Knopf gewandert. Damit wirkt die Front des Geräts nicht nur aufgeräumter, sondern auch hochwertiger. Der Power-Knopf befindet sich am unteren Geräterand (und kann ebenfalls mit anderen Funktionen belegt werden). Daneben befinden sich der MicroSD-Karteneinschub und der Micro-USB-Anschluss. Auf einen Audioausgang verzichtet der Touch Lux 2, was der zuvor schon genannten Kostensenkung geschuldet ist. Links- und rechtsseitig, sowie an der Oberkante des Geräts gibt es keine Knöpfe oder Anschlüsse.

Wie in all unseren PocketBook-Tests kann auch der Touch Lux 2 in Hinblick auf die Verarbeitung überzeugen: Nichts knarzt oder knackst. Im Gegensatz zu unserem Basic Touch Testgerät gibt’s auch an den Tasten nichts auszusetzen. Sie haben einen gleichmäßigen Druckpunkt, sind nicht zu laut und lassen sich bestens bedienen.

Die Oberfläche des (graphitfarbenen) eBook Readers ist schwach glänzend und glatt. Fingerabdrücke sieht man zwar, die lassen sich aber mit einem einfachen Wisch schnell beseitigen. Die Rückseite besteht aus einem etwas weicheren Plastik in tiefschwarzer Farbe, sodass Fingerabdrücke deutlicher sichtbar sind. Das Material greift sich sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite gut an.

Die Rückseite in tiefschwarzer Farbe

Die Verarbeitung des PocketBook Touch Lux 2 kann überzeugen und leistet sich keine Schwächen. Die Sorge, dass der gesenkte Preis einen negativen Einfluss auf die Verarbeitung haben könnte, ist jedenfalls unbegründet.

Ausstattung

Zusammen mit dem Preis ist die Ausstattung des PocketBook Touch Lux 2 ein wenig kleiner geworden. Wie bereits erwähnt, muss der eBook Reader auf eine Audiofunktion verzichten. Ansonsten kann das Gerät aber durchaus überzeugen: Der interne Speicher ist 4 GB groß (3,20 GB verfügbar) und kann mit einer MicroSD-Speicherkarte um bis zu 32 GB erweitert werden.

WLan gehört ebenfalls zum Lieferumfang und ermöglicht den Zugriff auf eBook Shops direkt am Gerät. Wie alle PocketBook eBook Reader Neuvorstellungen, steht auch der Touch Lux 2 auf der Plattform mit einem 1 GHz schnellen Prozessor und 256 MB Arbeitsspeicher. Das macht sich in der Bedienung positiv bemerkbar, denn im direkten Vergleich zum Vorgänger geht nun alles ein weniger schneller von der Hand. Auch das leidige Problem des Vorgängers mit dem sehr langsam reagierenden Browser wird mit dem neuen Prozessor weitestgehend behoben.

Display & Beleuchtung

Wie schon beim Vorgänger kommt wieder E-Ink Pearl Technik zum Einsatz. Dabei setzt das Unternehmen weiterhin auf Bildschirme ohne „Regal“-Technik. Diese Technik minimiert den Ghosting-Effekt und kommt bei fast allen Konkurrenzprodukten zum Einsatz.

Der Ghosting-Effekt ist aufgrund der fehlenden Regal-Technik weiterhin schon nach einem Seitenwechsel sichtbar. Das macht sich gelegentlich auch in einem minimal unschärferen Schriftbild der Folgeseiten bemerkbar. Es ist daher sinnvoll entweder spätestens nach jeder dritten Seite eine vollständige Seitenaktualisierung durchführen zu lassen, oder am besten nach jedem Seitenwechsel.

Für den Kontrast ist dies zunächst allerdings kein Problem. Wie die Mikroskopaufnahme zeigt, ist der Schwarzwert ebenso wie die Hintergrundhelligkeit sehr gut. Im Vergleich zum Basic Touch zeigt sich durch die gleichmäßigere Abbildleistung auch ein ausgewogeneres Schriftbild.

PocketBook Touch Lux 2 unter dem Mikroskop (links) vs. Basic Touch (rechts)

Interessant ist allerdings, dass die Kantenglättung des Touch Lux 2 im direkten Vergleich kaum besser zu sein scheint, als beim niedriger auflösenden Basic Touch. Dies ist besonders gut am Buchstaben A zu erkennen. Erst wenn man kleinere Schriftgrößen nutzt, wird der Unterschied sichtbar. Dies dürfte zu einem guten Teil an der verwendeten Touchscreentechnik und der eingebauten Beleuchtung liegen, denn beides sorgt dafür, dass der E-Ink Bildschirm der unter den Plastikschichten sitzt, ein wenig unschärfer wirkt.

Der Basic Touch nutzt sogenannte Film-Touch-Technik, deren Plastikschicht dünner ist als bei üblicher kapazitiver Touchscreen-Technik. Dies kann man in der Mikroskopaufnahme am fehlenden Sensorgitter erkennen (rechts), das beim Touch Lux 2 (links) anhand feiner horizontaler Linien sichtbar ist. Im Betrieb kann man das Sensorgitter bei entsprechendem Lichteinfall erkennen.

Für die Nutzung macht das letztendlich aber keinen großen Unterschied, denn der Touchscreen des Touch Lux 2 funktioniert ebenfalls bestens. Allerdings muss an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass unser erstes Testgerät von Beginn an einen fehlerhaften Touchscreen hatte. Das schien zum Glück aber nur ein Montagsgerät zu sein, denn der Touchscreen des zweiten Testgeräts funktioniert tadellos.

Ausgezeichneter Kontrast mit Beleuchtung

E-Ink Pearl verspricht Kontrastwerte von mindestens 10:1. Die tatsächlichen Werte hängen dann letztendlich aber vom Zulieferer ab, womit sich die Kontrastwerte zwischen den unterschiedlichen Geräteherstellern trotz gleicher Technik unterscheiden.

Die Auflösung des PocketBook Touch Lux 2 beträgt 1024×758 Pixel. Damit bietet der eBook Reader mit seiner 6 Zoll Displaydiagonale eine Pixeldichte von rund 212 ppi, die auch der Vorgänger mitbringt. Nachdem wir uns die Schriftdarstellung unter dem Mikroskop angesehen haben, haben wir auch das Kontrastverhältnis gemessen. Dieses liegt unbeleuchtet mit 11,5:1 ein wenig unter dem Vorgänger. Der relativ geringe Unterschied könnte auf typische Schwankungen in der E-Ink Produktion zurückzuführen sein. Der sichtbare Unterschied zum Vorgänger ist jedenfalls gering.

Hingegen wenig überraschend deutlich sichtbar ist bei deaktivierter Beleuchtung der Unterschied zur E-Ink Carta Technik des Kindle Paperwhite:

Ohne Beleuchtung kann der E-Ink Pearl Bildschirm des Touch Lux 2 (links) nicht mit dem E-Ink Carta Display des Kindle Paperwhite (rechts) mithalten, aber …

Kontrastverhältnis ohne Beleuchtung (höher ist besser)

  • Sony PRS-T2 13:1
  • Kindle Paperwhite 2 12:1
  • PocketBook Touch Lux 12:1
  • Sony PRS-T3 12:1
  • Icarus 8 12:1
  • PocketBook Touch Lux 2 11,5:1
  • Tolino Shine 11:1
  • Kobo Glo 10:1

Eine echte Überraschung hält die Beleuchtung parat, denn hier zeigen sich gleich in mehrerer Hinsicht deutliche Verbesserungen zum Vorgänger. Kommen wir zunächst zum Kontrastverhältnis, das bei aktivierter Beleuchtung im Optimalfall deutlich besser ausfällt als ohne Licht. Mit 14:1 liegt der Touch Lux 2 schon fast am Niveau des Kindle Paperwhite und übertrifft alle sonstigen Konkurrenzprodukte. Der Unterschied ist im direkten Vergleich eindeutig sichtbar (siehe weiter unten).

… mit Beleuchtung schrumpft der Kontrastunterschied zwischen Kindle Paperwhite (links) und Touch Lux 2 (rechts) deutlich.

Kontrastverhältnis mit Beleuchtung (höher ist besser)

  • Kindle Paperwhite 2 15:1
  • PocketBook Touch Lux 2 14:1
  • PocketBook Touch Lux13:1
  • Icarus Illumina HD 13:1
  • Tolino Shine 12:1
  • Kobo Glo 11,5:1
  • Kobo Aura 11:1

Das maximale Kontrastverhältnis erzählt aber immer nur die halbe Geschichte, denn während der Kindle Paperwhite dank E-Ink Carta Display weiterhin einen Vorteil hat, wenn externe Lichtquellen vorhanden sind (auch wenn die Beleuchtung aktiviert ist), schmilzt der Kontrastvorteil dahin, wenn man die Geräte bei absoluter Dunkelheit vergleicht. Für den Alltag bedeutet das, dass der Touch Lux 2 bei Dunkelheit ebenso gute Kontrastwerte bietet wie der Kindle Paperwhite. Das ist ein sehr großer Schritt vorwärts für die Amazon-Konkurrenz.

Der Touch Lux 2 (mitte) bietet einen besseren Kontrast als die E-Ink Pearl Konkurrenz

Gute Helligkeit und Ausleuchtung

Aber nicht nur in Hinblick auf das Kontrastverhältnis wurde nachgebessert, auch die Beleuchtungshelligkeit fällt besser aus. Mit einer maximalen Bildschirmhelligkeit von 96 cd/m² leuchtet der PocketBook Touch Lux 2 sogar ein wenig heller als der Kindle Paperwhite, muss sich aber weiterhin hinter den sehr hellen Kobo Geräten einreihen.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Kobo Glo 121
  • Kobo Aura 112
  • PocketBook Touch Lux 2 96
  • Kindle Paperwhite 2 91
  • Tolino Shine 41
  • PocketBook Touch Lux 38
  • Icarus Illumina HD 36
  • PocketBook Color Lux 34

Für den Alltag bedeutet die deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorgänger, dass man die Beleuchtung auch in heller Umgebung sinnvoll nutzen kann. Aktiviert man das Licht, erhellt sich nämlich in erster Linie der Bildschirmhintergrund, was wiederum für die vorhin genannten ausgezeichneten Kontrastwerte sorgt.

Auch die minimale Helligkeitsstufe bewegt sich auf einem sehr guten Niveau und liegt mit 1,1 cd/m² auf einem ähnlichen Niveau wie der Vorgänger. Im Gegensatz zum Kindle Paperwhite lässt sich die Beleuchtung des Touch Lux 2 auch vollständig deaktivieren.

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kobo Glo 4
  • Icarus Illumina HD 3.2
  • Tolino Shine 2.4
  • PocketBook Color Lux 2
  • PocketBook Touch Lux 1.2
  • Kobo Aura 1.2
  • PocketBook Touch Lux 2 1.1
  • Kindle Paperwhite (2013) 0.2

Ein weiterer Vorteil der neuen Beleuchtung ist der verbesserte Farbton des Lichts. Anstatt der deutlich sichtbaren Blaufärbung des Vorgängers, leuchten die LEDs des PocketBook Touch Lux 2 nun sehr viel neutraler. Im Vergleich zu anderen eBook Reader kann das Licht ein wenig bläulicher oder grünlicher wirken, unterm Strich kommt er einem neutralen Weißton aber genauso nah wie der Kindle Paperwhite.

Unterschiedliche Farbtöne bei eBook Readern, von links nach rechts: Kindle Paperwhite, Kobo Glo, PocketBook Touch Lux 2, Kobo Aura, Tolino Shine

In einer Sache kann der PocketBook eBook Reader aber nicht mit der Amazon Konkurrenz mithalten. Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung ist zwar gut, aber weiterhin schlechter als beim Kindle Paperwhite. Das äußert sich in zwei Dingen. Erstens sind am Bildschirmrand weiterhin z.T. recht deutliche Lichthöfe zu erkennen, zweitens gibt es (je nach eingestellter Lichtstärke) einen vertikalen Helligkeitsverlauf. Beide Dinge stören den Lesebetrieb allerdings nicht wirklich, sodass das nur bei besonders empfindlichen Personen ins Gewicht fallen dürfte. Dabei ist auch zu erwähnen, dass der Touch Lux 2 mit diesen beiden Dingen keineswegs alleine ist, denn abgesehen vom Kindle Paperwhite kämpfen alle Geräte mit diesen nachteiligen Ausprägungen der Frontbeleuchtung.

Gut sichtbar: Die Beleuchtung des Tolino Shine (links) ist deutlich blau gefärbt und der Kontrast geringer, gegenüber dem Touch Lux 2 (rechts)

Abschließend lässt sich zum Bildschirm sagen, dass der PocketBook Touch Lux 2 einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht hat. Während die technischen Daten auf den ersten Blick keine echten Verbesserungen in der Abbildleistung versprochen haben, sieht die Realität ganz anders aus. Das Kontrastverhältnis bei aktivierter Beleuchtung liegt im Alltag am Niveau des Kindle Paperwhite und überzeugt auch mit einer angenehm neutralen Farbtemperatur. Die hohe maximale Bildschirmhelligkeit erweist sich darüber hinaus auch bei vorhandenem Umgebungslicht als durchaus praktisch und erhöht die Ablesbarkeit weiter. Auch wenn der Touch Lux 2 auf E-Ink Carta Technik verzichten muss, halten sich die Nachteile diesbezüglich in Grenzen. Unterm Strich ist es eine sehr gelungene Vorstellung des Bildschirms bzw. der Beleuchtung, die auch die Vorfreude auf den E-Ink Carta eBook Reader PocketBook Ultra erhöht.


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