Tolino Vision 1

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Hinweis: Der Nachfolger des Vision wurde bereits vorgestellt und hört auf den Namen Tolino Vision 2. Das neue Modell ist wassergeschützt und bringt eine besondere Blättertechnik mit. Alle weiteren Informationen zum neuen, verbesserten eReader findest du hier. Die nachfolgenden Informationen auf dieser Seite beziehen sich auf das alte Modell, das nicht mehr erhältlich ist.

Der Tolino Vision ist der zweite eBook Reader der Buchhandelsallianz bestehend aus Thalia, Weltbild und Hugendubel, sowie Club Bertelsmann und der deutschen Telekom. Nachdem der Tolino Shine besonders im Weihnachtsgeschäft 2013 mitunter dank des günstigen Preises ein großer Erfolg war und die Marktanteile der Tolino-Allianz rasant wachsen hat lassen, folgt der Tolino Vision als Premiumgerät mit neuem Design, verbesserter Technik und etwas höherem Preis. Der neue eBook Reader ersetzt den Tolino Shine allerdings nicht, sondern wird zusätzlich angeboten.

Der Tolino Vision ist der erste eBook Reader nach dem Kindle Paperwhite, der mit einem 6 Zoll E-Ink Carta Display ausgestattet ist, das eine Auflösung von 1024×758 Pixel besitzt und 16 Graustufen darstellen kann. Mit dem Vision hat die Exklusivität für diese Technik offiziell geendet (Amazon nutzte die Bildschirmtechnologie rund 6 Monate exklusiv im Kindle Paperwhite, kein anderer Hersteller hatte in dieser Zeit die Möglichkeit ein ähnliches Gerät auf den Markt zu bringen). Der neue Bildschirm verbessert die Ablesbarkeit in den allermeisten Situationen deutlich, sodass das Display im Vergleich zum Vorgänger schärfer und kontrastreicher wirkt. Eine genaue Funktionsbeschreibung zur E-Ink Carta Displaytechnologie, inklusive praktischer Demonstrationen wie sich die Lesbarkeit im Alltag verbessert, lässt sich hier nachlesen.

Verbesserte Beleuchtung mit kleinen Abstrichen

Tolino Vision vs. Kindle Paperwhite

Die Beleuchtung des Tolino Vision (rechts) leuchtet nun weiß-gelblich, allerdings nicht so gleichmäßig wie beim Kindle Paperwhite (links)

Um bei allen Lichtverhältnissen eine gute Ablesbarkeit zu gewährleisten, ist natürlich wieder eine integrierte, stufenlos regelbare, Beleuchtung mit dabei. Diese wurde ebenfalls deutlich verbessert und ist nun gleichmäßiger als beim Tolino Shine. Allerdings gibt es am unteren Bildschirmrand einen deutlich sichtbaren hellen Lichtschein, der nicht ganz so hübsch ist. Glücklicherweise ist die Ausleuchtung des Displays im Hauptanzeigebereich (d.h. wo sich der Textkörper befindet) sehr homogen. Ein weiterer Pluspunkt ist die deutlich wärmere Farbtemperatur der Beleuchtung. Das Licht geht eher ins Weiß-Gelbliche, was die Ablesbarkeit subjektiv deutlich angenehmer macht. Kritik muss man allerdings an dem sich erhellenden Schriftbild üben, wenn man die Beleuchtung aktiviert. Je heller das Licht eingestellt ist, desto heller wird auch die Schrift. Dieser Effekt tritt zwar auch bei anderen eBook Readern auf, allerdings ist der Effekt beim Tolino Vision verhältnismäßig stark ausgeprägt.

Ebenfalls neu ist der kapazitive Touchscreen. Die Vorderseite des Tolino Vision ist nun plan, d.h. ohne irgendwelche Kanten rund um den Bildschirm. Die Bauform kennt man bereits vom Kobo Aura und natürlich den meisten Tablets. Die Ablesbarkeit wird durch die neue Bauform nur unwesentlich beeinflusst, sodass der Tolino Vision auch bei direkter Sonneneinstrahlung genauso gut ablesbar ist, wie andere Lesegeräte.

Auch der Home-Button ist nun berührungsempfindlich, was bedeutet, dass man besonders zu Beginn aufpassen muss, dass man ihn bei ungünstiger Haltung nicht unbeabsichtigt betätigt. Allerdings sieht die Positionierung am unteren Geräterand danach aus, als hätten sich die Designer genau darüber Gedanken gemacht, sodass nach kurzer Eingewöhnung keine allzu großen Probleme mehr auftreten sollten. Das hat sich auch in unserem Test bestätigt, wo es nach kurzer Zeit keine Fehleingaben mehr gab.

Schnelle Hardware, gute Software

Unter der Haube hat die Tolino Allianz ebenfalls Hand angelegt und an den Spezifikationen geschraubt. Der Tolino Vision verfügt über einen Freescale i.MX 6 Solo Lite Chip der mit 1 GHz getaktet wird und dem großzügig bemessene 512 MB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Die Bedienung geht damit spürbar schneller und flüssiger von der Hand als beim Tolino Shine. Der Kindle Paperwhite 2 verfügt ebenfalls über den gleichen Prozessor, allerdings nur über 256 MB RAM.

Tolino Vision Verarbeitung

Der Tolino Vision ist gut verarbeitet und dank abgerundeter Kanten und Ecken haptisch sehr ansprechend

Die Maße des Tolino Vision sind mit 163 x 114 x 8,1 mm kleiner als beim Tolino Shine (175 x 116 x 9,7 mm). Das Gewicht konnte auf 178 Gramm ebenfalls minimal gesenkt werden. Damit ist der Vision einer der leichtesten beleuchteten eBook Reader am Markt. Zusammen mit dem durchdachten Gehäusedesign, das genau an den richtigen Stellen abgerundet ist, sorgt das für ein ausgezeichnetes haptisches Erlebnis, sodass der eReader auch beim längeren Lesen nie unangenehm auffällt. Der 2 GB große interne Speicher lässt sich per MicroSD-Karte erweitern, sodass man im Grunde die gesamte eBook-Bibliothek mitführen kann.

An der Software wurden hingegen nur ein paar wenige Verbesserungen vorgenommen. Neu ist eine einstellbare Zahlensperre, die das Gerät vor unbefugtem Zugriff schützt. Außerdem lassen sich Notizen, Markierungen und Lesezeichen jetzt in einer TXT-Datei exportieren, was für die weitere Verwendung besonders praktisch ist. Ansonsten bietet der Tolino Vision die bekannte Bedienung und die gleichen Funktionen wie der Shine. Damit steht er den eBook Readern von Pocketbook und Amazon zwar weiterhin nach, allerdings sind die wichtigsten Funktionen mit dabei und weitestgehend gut umgesetzt und vernünftig nutzbar. Dabei sind die Schriftbildoptionen positiv hervorzuheben, die sich in Größe, Schriftart, Zeilen- und Randabständen und Textausrichtung einstellen lassen.

eBooks können direkt über den integrierten Store gekauft werden. Man muss dafür nur mit einem WLan-Netzwerk verbunden sein und einen Account beim entsprechenden Buchhändler besitzen (und eingeloggt sein). Der voreingestellte eBook-Shop lässt sich zwar nicht verändern (und hängt davon ab, wo das Gerät gekauft wurde), allerdings kann man die Bibliotheken von Thalia, Weltbild, Gugendubel & Co. miteinander verknüpfen, sodass die in diesen verschiedenen Shops gekauften Bücher trotzdem alle am Tolino Vision landen.

Fazit: Der Tolino Vision ist in unseren Augen schon alleine dank des besseren Bildschirms und der angenehmeren Beleuchtung den Aufpreis zum Tolino Shine wert. Wenn man noch die ansprechendere Optik, die kompakteren Maße, die bessere Haptik und die schnellere Bedienung mitrechnet, dann sollte die Wahl zum neuen eBook Reader der Tolino-Allianz nicht schwer fallen. In unserem Test konnte der Vision die sehr gute Note 1,5 holen.

Sehr gutGutBefriedigendGenügendNicht Genügend (average: 2,00 out of 5)
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Videotest

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Datenblatt:

ALLESebook.de Messungen
AblesbarkeitKontrast (ohne Beleuchtung)12:1
Kontrast (mit Beleuchtung)12,5:1
BeleuchtungMaximale Helligkeit51 cd/m²
Minimale Helligkeit2,2 cd/m²

Technische Daten:
AllgemeinHerstellerTolino
Markteinführung2014
Verfügbare FarbenSchwarz/Braun
Wassergeschütztnein
GrößeMaße163 x 114 x 8,1 mm
Gewicht178 g
DisplayDisplaytechnologieE-Ink Carta
Displaygröße6 Zoll
Displayauflösung1024x758 Pixel
Pixeldichte212 ppi
Farbtiefe16 Graustufen
Touchscreenja, kapazitiv
Eingebaute Beleuchtungja
Plane Frontja
VerbindungenUSBja
Bluetoothnein
WLanja, 802.11b/g/n
GSM / UMTSnein
SpeicherInterner Speicher2GB
Speicherkartenerweiterungnein
FunktionenBetriebssystemAndroid
Lautsprechernein
Text-to-Speechnein
Blättertastennein
Unterstützte Dateiformate

ePub, PDF, TXT

Unterstützte DRM-Dateiformate

Adobe DRM

SonstigesAkkulaufzeitbis zu 7 Wochen (1.500 mAh)
Lagesensornein
Integrierter eBook Storeja
Sonstiges

Alle Angaben ohne Gewähr.