eBook und eBook Reader Marktanteile, Marktentwicklung, Verkaufszahlen, Zielgruppen, Prognosen und mehr …

19. Oktober 2011
Lesezeit: 3:04 Min.

In der letzten Woche hatten wir ja kaum irgendwelche Statistiken hier auf der Seite, nur gut, dass Texttunes in Zusammenarbeit mit Thalia und GfK vor wenigen Tagen eine umfangreiche eBook-Statistik zum Deutschen Markt veröffentlicht hat. Wie im Bild zu sehen, ist das Ganze in Form eines Posters geschehen – nachfolgend schlüsseln wir das aber in Textform auf.

Während in den Jahren 2009 und 2010 nur 35% bzw. 49% über eBooks Bescheid wussten, ist die Zahl im Jahr 2011 auf 62% gestiegen. Davon geben 8% an, dass sie sehr gut informiert sind. 2009 sollen nur 830.000 eBooks verkauft worden sein, 2010 1,86 Millionen, für 2011 werden 3,72 Millionen prognostiziert, für 2012 7,03 Millionen. Damit sollen sich die eBook-Verkäufe bis 2012 beinahe vervierfacht haben. Ab dann wird bis 2015 jährlich mit einer Verdoppelung der Verkaufszahlen gerechnet. 33,09 Millionen eBooks sollen im Jahr 2014 verkauft werden.

Während im Jahr 2010 in Deutschland also nur knapp 2 Millionen eBooks mit einem Umsatz von 21,2 Millionen Euro verkauft wurden, waren es in den USA im gleichen Zeitraum 114 Millionen eBooks mit einem Umsatz von 327 Millionen Euro. Demnach betrug der Marktanteil von eBooks in den USA 2010 bereits 8,3%, während dies in Deutschland nur 0,4% waren. Für 2011 wird der Marktanteil aber schon auf 1,4% geschätzt, für 2012 auf 2,7% prognostiziert und bis 2015 soll er auf 6,3% wachsen.

Der eBook-Umsatz im ersten Halbjahr 2011 soll bereits 70% des Umsatzes vom Gesamtjahr 2010 betragen haben. Das entspricht 1,4 Millionen Stück bzw. 12,9 Millionen Euro.

Von größeren Verlagen geben 65% an, dass sie im Jahr 2010 bereits eBooks vertrieben haben, während der Anteil bei mittleren und kleinen Verlagen mit 44% und 28% deutlich niedriger liegt. Insgesamt haben damit 35% der Verlage bereits eBooks verkauft bzw. vertrieben. Bei einer Expertenbefragung führender Verlagshäuser gaben 97% an, dass die Endgeräte für die Marktentwicklung wichtig oder sehr wichtig sind, für 93% ist die Verfügbarkeit von Inhalten ebenfalls wesentlich für den Markt, wobei nur 38% der befragten Verlage einen geringen Preis von eBooks als sehr wichtig empfinden (für 55% wichtig).

Von 437 befragten Verlagen geben allerdings nur 54% an, dass sich eReader als Lesegeräte durchsetzen werden und geben sogar Smartphones und PCs mit 55% und 68% mehr Erfolgsaussichten. Mit 83% ist sich die Mehrheit der Verlage sicher, dass sich Tablets als Lesegeräte etablieren werden.

Im Jahr 2008 wurden weltweit ca. 1 Million eReader verkauft, 2009 3,8 Millionen und 2010 schon 9,7 Millionen. Für 2011 wird der weltweite Absatz mit 16 Millionen prognostiziert, wobei hier 1,5% auf Deutschland entfallen. Im Jahr 2014 sollen 30 Millionen eReader verkauft werden. Hier hat man aber wohl eher konservative Schätzungen als Basis genommen, denn alleine die EInk Corporation gibt für 2011 die Auslieferung von 25-30 Millionen eInk-Displays für eReader an. Daneben gibt es mit SiPix noch einen zweiten großen Hersteller von ePaper-Displays, womit die weltweiten Verkäufe im Jahr 2011 deutlich über 16 Millionen liegen dürften.

30% der eReader Nutzer/innen ist über 55 Jahre, 21% zwischen 45 und 54 Jahren, 14% zwischen 35 und 44 Jahren, 18% zwischen 25 und 34 Jahren und 17% unter 25 Jahren alt. Damit sind über 50% der eReader Nutzer/innen über 45 Jahre alt. Am Tablet-Markt ist der Anteil etwas ausgeglichener. Hier sind 46% der Tabletnutzer/innen unter 35 Jahre alt. 61% der eReader Nutzer waren im zweiten Quartal 2011 weiblich, am Tablet-Markt immerhin noch 43%.

Die wichtigsten Verkaufsargumente für eBooks und eReader sind Mobilität, Platzersparnis, schnelle Verfügbarkeit, Umweltfreundlichkeit, geringes Gewicht und die Veränderbarkeit der Schriftgröße. Pro Nutzer/in wurden im Schnitt 4,7 eBooks in sechs Monaten gekauft. Der Durchschnittspreis eines eBooks liegt bei 10,36 Euro. Auf 4,5 geladene Leseproben kommt 1 gekauftes eBook. Mit 80% ist der Anteil von Belletristik am eBook-Markt am größten. Ratgeber stellen mit 10% das zweitgrößte Genre. Am phsysischen Buchmarkt hat die Belletristik nur einen Anteil von 49%.

Damit sind wir nun am Ende der Aufschlüsselung. Einige Dinge musste aufgrund des Umfangs aber ausgelassen werden. Wenn du dir also die gesamte Übersicht selbst ansehen willst, dann findest du sie hier bei Textunes.

Quelle: Buchreport

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