USA: HP Touchpad um 99 US-Dollar; Ausverkauft

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Am Freitag haben wir darüber berichtet, dass der Computerhersteller HP im Zuge einer Umstrukturierung des Unternehmens, die Hardwareproduktion aller WebOS-Geräte eingestellt hat.

Das ist deshalb bedauerlich, weil das Betriebssystem eine gute Alternative zum geschlossenen iOS und komplexen Android zu sein schien. Bis nach Europa haben es die entsprechenden Endgeräte aber kaum geschafft. In den USA blieben die Verkäufe auch immer weit hinter den Erwartungen zurück, sodass die Elektronikkette BestBuy das HP Tablet statt der angepeilten 270.000 Mal nur ca. 25.000 Mal verkauft hat.

Der Verkaufserfolg des HP Touchpad stellte sich dieses Wochenende aber doch noch ein: Diverse Händler haben das Gerät, anstatt an HP zurückzusenden, von 399 US-Dollar auf nur 99 US-Dollar preisgesenkt. Damit hat der Kundenansturm auf das bis zuletzt glücklose Tablet begonnen und innerhalb weniger Tage war es fast überall ausverkauft. Manche Quellen sprechen von mehr als 400.000 Stück die im Ausverkauf an den Kunden gebracht wurden.

Dieser Umstand zeigt sehr eindrucksvoll, dass die Tabletpreise für den Massenmarkt einfach zu hoch sind. Das Wachstum der Tablets blieb in den letzten Monaten hinter den Erwartungen zurück, während die eBook Reader Verkäufe weiter zugelegt haben. Wie man nun sieht, ist ein wichtiger Faktor für die beinahe-Stagnation des Tablet-Marktes der hohe Preis der Endgeräte. Das hat wohl auch Amazon erkannt, denn das noch namenlose Tablet, welches vermutlich in den nächsten Monaten vorgestellt wird, soll angeblich ebenfalls recht preiswert sein (jedoch keine 99 US-Dollar!).

Gerüchten zufolge will HP das Betriebssystem WebOS aber weiterhin unterstützen und diverse Medien sprechen von einem bevorstehenden Lizenzierungsmodell, ähnlich Windows Phone 7 oder Android. Mit dem jüngsten, unerwarteten Verkaufserfolg, hat HP wohl ganz gute Karten das System weiterzuvermarkten.