Google Nexus 7 ab September für 200 Euro? Verkauft Google das Tablet mit Verlust?

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Das Google Nexus 7 scheint schon vor der offiziellen Auslieferung ein voller Erfolg zu sein. Das Tablet ist in den USA aktuell nur zur Vorbestellung verfügbar und soll ab Mitte Juli verschickt werden. Die Kritiken der Blogger und Technikseiten, welche bereits Testgeräte in den Händen hatten, sind allerdings durchwegs positiv.

Details zum Europastart waren bisher nicht bekannt, doch die italienische Niederlassung von Asus ließ sich auf deren Facebook-Seite dazu hinreißen in die Karten zu schauen. Die 16GB Version des Nexus 7 soll demnach für 250 Euro ab September erhältlich sein. Die 8GB Version wird damit vermutlich um 200 Euro verkauft werden.

Google Deutschland hat auf Nachfrage von Golem.de den Verkaufspreis des 16GB Modells bestätigt, zum Erscheinungstermin wollte oder konnte man sich allerdings noch nicht äußern. Allzu lange wird man sich aber vermutlich nicht gedulden müssen, denn die Konkurrenz am 7 Zoll Tabletmarkt ist hierzulande noch so gering, dass man sich einen riesen Stück vom Kuchen nehmen könnte, wenn man rechtzeitig dran ist. Amazon ist dies mit dem Kindle Fire in den USA bereits gelungen, was vermutlich auch der Grund ist, weshalb sich Google zu einem eigenen Tablet in der gleichen Größe entschieden hat.

Jedenfalls dürfte der Kindle Fire Start auch in Europa kurz bevor stehen, denn der Amazon Appstore soll noch im Sommer in Europa zugänglich gemacht werden. Es wird also vermutlich ein Rennen der beiden US-Firmen auf den deutschsprachigen Markt geben, wobei man mit einem Septemberstart eventuell sogar schon die zweite Generation des Kindle Fire begrüßen wird dürfen. Das Nachfolgemodell des aktuellen Amazon Tablets soll Gerüchten zufolge noch im August an den Start gehen.

Wie auch schon beim US-Start des Kindle Fire, mehren sich nun die Gerüchte, dass Google mit dem Verkauf des Nexus 7 einen Verlust einfährt. Laut TechInsights kosten alleine die Teile des Geräts bereits 184 US-Dollar womit man nur 15 US-Dollar vom Verkaufspreis entfernt ist. Dieser Summe fehlen allerdings noch Kosten für Vertrieb, Verpackung und Zusammenbau. Man kann natürlich nur Mutmaßungen darüber anstellen, welche Kosten letztendlich bei Google hängen bleiben und welche Deals der Suchmaschinenriese und Asus (Hersteller des Tablets) gemacht haben, aber dennoch scheint es so, als ob Google den Tablet-Markt auf jeden Fall nicht verlieren will (besonders nicht an Amazon) und damit auch einen Verlust beim Verkauf des Geräts einkalkuliert hat.

Den mühsamen Import des Nexus 7 kann man sich mit dem möglichen Deutschlandstart im September jedenfalls fast sparen, denn inkl. Versand nach Europa dürfte die US-Bestellung sowieso nicht vor Mitte August eintreffen. Am besten also abwarten und Tee trinken.