Google digitalisiert 2000 Jahre alte Schriftrollen vom toten Meer

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Das Digitalisieren von Weltkulturerbe scheint langsam aber sicher in Mode zu kommen. Nach dem teuersten Buch der Welt und dem Maya Weltuntergangs-Buch, werden jetzt auch antike Schriftrollen vom toten Meer eingescannt. Diesmal zeichnet sich kein geringerer als Google dafür verantwortlich.

Das Unterfangen ist technisch aber keineswegs einfach. Die meisten der 2000 Jahre alten Schriftstücke bestehen aus dünnem Pergament, gegerbtem Ziegen- oder Schafsleder, aus Papyrus oder gar aus Kupferblech. Es bedarf also einer gewissen Vorsicht bei der Digitalisierung, um die Schriftrollen nicht zu beschädigen. Die insgesamt 850 Schriftrollen enthalten 15.000 Textfragmente aus dem antiken Judentum und wurden zwischen 1947 und 1956 in Höhlen im Westjordanlands gefunden. Die Dokumente wurden in hebräischer, aramäischer und griechischer Sprache verfasst. Bei rund 200 Texten der Schriftrollen vom toten Meer handelt es sich außerdem um die ältesten bekannten Handschriften der Bibel.

Damit digitalisiert Google also ein Stück Welt- und Literaturgeschichte womit die Inhalte erstmals in hoher Qualität kostenlos im Internet abrufbar sind. Dies geht auf einer eigens eingerichteten Seite des Israel Museums in Jerusalem, mit dem Namen „The Digital Dead Sea Scrolls„. Das besondere an dieser Digitalisierung ist, dass der Web-Auftritt außerdem noch für internationale Besucher aufbereitet wurde. Ein Teil der Schriftrollen kann somit auch in englischer Sprache durchstöbert werden – Hebräischkenntnisse sind also nicht zwingend erforderlich.

Der gesamte Spaß kostet Google Schätzungen zufolge rund 2,5 Millionen Euro.

Und hier noch das passende Werbevideo:

The Dead Sea Scrolls Online