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Barnes & Noble Nook

Barnes & Noble Nook

Kurzübersicht

Mit dem ersten Nook betrat Barnes & Noble im Jahr 2009 die E-Reader-Bühne und setzte von Beginn an auf eine Kombination aus altbewährter E-Ink-Technologie und innovativen Eingabemethoden. Der Nook 1st Edition unterscheidet sich von vielen damaligen Konkurrenten durch ein besonderes Dual-Display-Konzept: Ein 6-Zoll-E-Ink-Hauptbildschirm wird ergänzt durch ein darunterliegendes 3,5-Zoll-Farbdisplay zur Navigation und Bedienung. Dadurch ergibt sich eine Mischung aus klassischem Lesekomfort und modernem Interface, die in dieser Form einzigartig war. Die physische Blättertasten links und rechts sowie die Touch-Bedienung unterhalb des Displays ermöglichen eine intuitive Nutzung, auch ohne vollständigen Touchscreen.

Technik von gestern mit damals visionärem Anspruch

Unter der Haube arbeitet ein 667 MHz starker ARM-Prozessor, unterstützt von 2 GB internem Speicher, der über microSD-Karten auf bis zu 32 GB erweitert werden kann – eine für damalige Verhältnisse solide Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist die drahtlose Konnektivität: Nutzer konnten dank integriertem Wi-Fi oder sogar 3G-Netzwerk kostenlos auf den hauseigenen eBook-Store zugreifen. Das Gerät bot bereits zu seiner Zeit eine erfreulich offene Unterstützung für verschiedene eBook-Formate inklusive EPUB, PDF und das hauseigene PDB-Format, wobei auch DRM-geschützte Inhalte unterstützt wurden. Zudem ermöglichte das „LendMe“-Feature das zeitlich begrenzte Verleihen ausgewählter Bücher – ein Feature, das lange vor dem Trend des „digitalen Teilens“ eingeführt wurde.

Vielseitigkeit mit Abstrichen

Über den reinen Lesebetrieb hinaus bot der Nook 1st Edition zusätzliche Funktionen wie einen Webbrowser, Audio-Player (MP3, Ogg Vorbis) sowie Spiele wie Schach und Sudoku. Ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss war ebenso vorhanden wie ein Lautsprecher – beides heute bei modernen E-Readern eher die Ausnahme. Die Akkulaufzeit variierte stark je nach Nutzung der Funkverbindungen, konnte aber bei deaktivierter Verbindung bis zu zehn Tage betragen. Einschränkungen zeigten sich beim PDF-Support, etwa bei der Darstellung komplexer Inhalte wie mathematischer Formeln.

Fazit: Pionier mit Patina

Heute ist der Nook 1st Edition vor allem als technisches Zeitdokument interessant. Er markiert den Anfang einer Serie von E-Readern, die versuchten, Leseerlebnis und Benutzerfreundlichkeit auf neue Weise zu kombinieren. Auch wenn der Support durch Barnes & Noble seit 2018 eingestellt ist und die Hardware im Vergleich zu aktuellen Geräten wie dem PocketBook InkPad Color 3 deutlich veraltet wirkt, zeigt der Nook 1st Edition, wie viele Aspekte des digitalen Lesens schon früh gedacht wurden – inklusive Connectivity, Dateivielfalt und Nutzerinteraktion. Für heutige Nutzer ist das Gerät allenfalls noch als Sammlerstück relevant, bietet aber einen interessanten Blick auf die frühen Schritte der E-Reader-Entwicklung.

Barnes & Noble Nook: Technische Spezifikationen

Allgemein
HerstellerBarnes & Noble
Marktstart2009
GerätetypE-Reader
GerätekategorieMittelklasse
Preis (USD / EUR)139
Verfügbare FarbenWeiß
Größe & Gewicht
Größe (L × B × H)196 x 124 x 13 mm
Gewicht (g)317
Bildschirm
TechnologieE-Ink Vizplex
Flexible BildschirmtechnikNo
Größe (Zoll)6 (eInk) + 3,5 (LCD)
Auflösung (px)800 x 600 (eInk) + 480 x 144 (LCD)
Pixeldichte (ppi)
FarbenNein
Farbtiefe16 greyscale
TouchscreenJa, kapazitiv
Eingebaute BeleuchtungNein
Plane DisplayfrontNein
Verbindungen
USBJa (unbekannter Typ)
BluetoothNein
Wi-FiJa
MobilfunkverbindungOptional, 3G
GPSNein
Hardware Spezifikationen
CPU-KerneSingle-core
CPU-TypSamsung S3C6410
RAM (GB)
Interner Speicherplatz (GB)2,00
Interner Speicher bis zu (GB)
SpeicherkartenerweiterungJa, MicroSD
LautsprecherJa
MikrofonNein
Akku (mAh)1530
BetriebssystemAndroid
Funktionen
Text-To-SpeechUnbekannt
BlättertastenNein
WasserschutzNein
LagesensorUnbekannt
E-Book ShopJa
Unterstützte DateiformateeReader, PDF, ePUB, PalmDOC (PDB), MP3, JPG, BMP, GIF, PNG

Alle Angaben ohne Gewähr.

Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
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