TEST: Tolino Vision 2

24. Oktober 2014
Lesezeit: 36:40 Min.

Im Jahr 2013 ist die Tolino-Allianz erstmals in Erscheinung getreten. Der Zusammenschluss aus Thalia, Weltbild, Hugendubel, Club Bertelsmann und der deutschen Telekom hat seitdem einen Affenzahn hingelegt, um den deutschen eBook Markt umzukrempeln. Das Ziel war schon damals klar: Die Amazon Dominanz soll gebrochen werden.

Heute, rund eineinhalb Jahre später, können die Tolino-Partner positive Bilanz ziehen. Zwar hat man den Versandriesen aus den USA noch nicht überholt, allerdings konnte man innerhalb kürzester Zeit den zweiten Platz am deutschen Markt erobern. Mittlerweile ist Libri außerdem als neuer Partner hinzugekommen und die internationale Expansion ist ebenfalls in vollem Gange.

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurde nun bereits der dritte (oder vierte, je nachdem wie man zählt) eBook Reader der Allianz präsentiert. Der Tolino Vision 2 wird heuer als High-End Modell ins Rennen geschickt und steht dem Shine (der bereits im vergangenen Weihnachtsgeschäft verfügbar war) beim Kampf um die Kundengunst zur Seite. Ob sich der Kauf des neuen eReaders auszahlt, erfährst du im nachfolgenden Testbericht.

Tolino Vision 2 Videotest

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Tolino Vision 2 Bildergalerie

Unboxing & Verarbeitung

Obwohl sich die Größe des Tolino Vision 2 im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert hat, wurde die Packung des Geräts neu gestaltet und ist nun etwas schmäler und flacher. Der weiterhin hochwertig bedruckte Karton macht sofort klar, welche Verbesserung der Vision 2 mitbringt. Rund um das Produktild befinden sich (aufgedruckte) Wassertropfen und -spritzer. In der Verpackung befindet sich neben dem eBook Reader eine mehrsprachige Schnellstartanleitung und (wieder) ein textilumflochtenes Micro-USB-Kabel.

Der erste Eindruck des Tolino Vision 2 ist in meinen Augen ein bisschen besser als beim Vorgänger. Die Optik ist weiterhin in einem tabletähnlichen Aussehen gehalten (d.h. mit planer, weiterhin schwarz eingefärbter Gehäusefront), allerdings sind die braunen Farbakzente weitestgehend verschwunden. Stattdessen setzt der Neue auf die in der Branche weit verbreitete schwarze Farbwahl, was dem Gerät auch ausgesprochen gut steht und moderner wirken lässt als den Vorgänger. Besonders die neu gestaltete Rückseite mit dem glänzenden Tolino Logo sieht besser aus (und erinnert stilistisch an den Kindle Paperwhite).

Rückseitiges Tolino Logo mit glänzendem Selbstbewusstsein

Die Vorderseite ist weiterhin matt und entspiegelt, sodass es zu keinen störenden Lichtreflexionen (d.h. nicht mehr als bei anderen eReadern) kommt. Auch Fingerabdrücke sind aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit weiterhin kein Problem.

Die Gehäusemaße sind gleich geblieben und betragen 163 x 114 x 8,1 mm, womit der eReader weiterhin zu den kompaktesten 6 Zöllern zählt (auch wenn das Feld immer enger zusammenrückt). Am Gewicht wurde wiederum mit nun 174 Gramm ein wenig gespart (minus 4 Gramm). Den Unterschied zum Vorgänger bemerkt man damit nicht, im Vergleich zu vielen Konkurrenten ist er aber weiterhin sehr leicht. Den Thron des leichtesten beleuchteten eBook Readers muss man aber dem neu erschienenen PocketBook Sense lassen.

An der Verarbeitung des Geräts gibt’s im Vergleich zum älteren Modell eine kleine Verbesserung – auch wenn man etwas beherzter zugreift, knarzt dieses Mal nichts. Auch die Spaltmaße und der haptische Eindruck stimmen.

Bekannte Bauform

Unter dem Display sitzt der kapazitive Home-Button, den man bereits vom Vorgänger kennt. Die Ausführung und Funktionsweise unterscheidet sich nicht vom ersten Vision, d.h. es gibt weiterhin kein haptisches Feedback, wenn man den Knopf betätigt. Optisch wird die Eingabe mit einem kurzen Aufleuchten bestätigt. Das Design des Home-Buttons ist gleich geblieben und findet sich in dieser Form nun auch beim Tolino Tab 8″ wieder.

Der Knopf wurde sinnvollerweise nicht mittig auf der Angriffsfläche unter dem Bildschirm platziert, sondern näher am unteren Geräterand. Da schon eine leichte Berührung ausreicht um die Taste zu betätigen, darf der Knopf natürlich nicht im Weg sein. Dennoch ist die Lösung in meinen Augen weiterhin nicht optimal, da die Kapazitivtechnik in so einem Fall einfach anfällig für mögliche Fehleingaben ist. Gerade zu Beginn kann es somit vorkommen, dass man den Home-Button unbeabsichtigt drückt. Immerhin gewöhnt man sich aber nach kurzer Zeit daran, sodass es dann keine allzu häufigen unbeabsichtigten Betätigungen mehr gibt.

Die Verwendung eines kapazitiven Knopfes hat Vor- und Nachteile

Am unteren Geräterand befindet sich der Micro-USB-Anschluss, der im Gegensatz zu anderen wassergeschützten (bzw. -dichten) eBook Readern oder dem Tolino Shine nicht durch eine Abdeckung geschützt ist. Außerdem fällt sofort auf, dass der MicroSD-Karteneinschub, der sich beim Vorgänger direkt daneben befunden hat, verschwunden ist. Die Speicherkartenerweiterung ist nicht etwa an eine andere Stelle gewandert, sondern wurde aufgrund des Wasserschutzes eingespart.

Auf der Oberseite des Geräts befinden sich weiterhin der Einschaltknopf und der Knopf um die Beleuchtung zu aktivieren bzw. deaktivieren. Von den Druckpunkten beider Tasten bin ich noch immer nicht überzeugt, denn beide sind relativ weich, sodass die Haptik der Knöpfe nicht sonderlich ansprechend ist. Glücklicherweise muss man sie aber ohnehin nicht allzu oft betätigen.

Der Wasserschutz ist eines der Hauptverkaufsargumente für den Vision 2, denn damit lässt sich das Gerät nun auch in Wassernähe verwenden, ohne dass man sich Sorgen über mögliche Schäden machen muss. Dies wird durch eine Nanoversiegelung (und Makroversiegelung!) des Innenlebens realisiert. Die Platine ist mit einer (unsichtbaren) Schicht versehen, die den schädlichen Einfluss von Wasser auf die Komponenten verhindert. Gleichzeitig sind alle Anschlüsse mit einem Kleber versiegelt, sodass es auch an den kritischen Stellen keinen Spielraum gibt.

Familienfoto: Tolino Shine (links), Tolino Vision 2 (mitte) und Tolino Vision 1 (rechts)

Ausstattung

Der Tolino Vision verfügt über einen nutzbaren internen Speicherplatz von 2,10 GB, der sich im Gegensatz zum Vorgänger leider nicht mehr erweitern lässt. Wie bereits erwähnt, ist die MicroSD-Kartenunterstützung aufgrund des Wasserschutzes weggefallen.

WLan als Drahtlosverbindungsmöglichkeit ist natürlich weiterhin im Funktionsumfang enthalten und erlaubt so den direkten Shop-Zugriff zum Kauf von eBooks am Gerät. Auch im Internet kann man dank integriertem Browser surfen, was grundsätzlich zwar ganz gut funktioniert, aber auch ein paar Nachteile hat (siehe Seite 3).

Weiterhin bietet die Tolino-Allianz als besonderen Bonus die mögliche Nutzung der über 40.000 WLan Hotspots der deutschen Telekom. Für Personen die zuhause kein Internet haben, oder die innerhalb des Landes viel auf Reisen sind, ist das auf jeden Fall eine praktische Sache. Der Tolino Vision 2 verbindet sich dabei selbstständig, ohne dass man sich extra anmelden muss. Somit kann man trotz fehlender 3G-Unterstützung auch unterwegs an vielen öffentlichen Plätzen ein eBook kaufen.

Als Betriebssystem kommt weiterhin Android 4.0.4 zum Einsatz. Allerdings hat man auch am Vision 2 keinen Zugriff auf die reguläre Android-Benutzeroberfläche, sodass man keine Apps installieren oder sonstige erweiterte Funktionen nutzen kann. Die Erlangung des Root-Zugriffs (für Laien nicht wichtig) ist nur möglich, indem man das Gerät öffnet und eine serielle Verbindung nutzt.

Display & Beleuchtung

Während der Tolino Shine als erster eBook Reader der Buchhandelsallianz keine besonders hervorstechenden technischen Merkmale aufwies, die ihn von der Masse der restlichen Geräte abgehoben hätten, sah das beim ersten Vision schon anders aus. Es war der zweite eReader überhaupt, der ein E-Ink Carta Display eingesetzt hat und verband die neue Bildschirmtechnik mit der Tabletoptik, die man schon bei Kobo Aura gesehen hatte.

Der Tolino Vision 2 setzt die Tradition des ersten Modells fort und darf weiterhin als Innovationsträger der Allianz gesehen werden. Neben dem Wasserschutz und der Tap2Flip-Funktion (mehr dazu später), nutzt der neue eBook Reader wieder die mittlerweile zwar häufiger zum Einsatz kommende, aber trotzdem noch immer besondere E-Ink Carta Technik.

Die Bildschirmdiagonale beträgt wieder 6 Zoll, die Auflösung bleibt mit 1024×758 Pixel unverändert, sodass die Pixeldichte 212 ppi beträgt. Damit folgt der Vision 2 seinem Vorgänger. Allerdings sollte man sich nicht von den bloßen Daten täuschen lassen, denn trotz identischer Technik sieht das Ergebnis in Natura wesentlich besser aus als beim ersten Modell.

E-Ink Carta, wechselhafte Qualität?

Die Kontroverse zu E-Ink Carta waren besonders mit Erscheinen des ersten Vision und auch des PocketBook Ultra durchaus groß, denn die wahrnehmbaren Unterschiede zur bewährten Pearl-Technik empfanden viele digitale Lesefreunde als recht gering.

Tatsächlich war es so, dass der Kindle Paperwhite den größten Nutzen aus der neuen Technik ziehen konnte, während die Mitbewerber aus verschiedenen Gründen einfach nicht mithalten konnten. Beim ersten Vision lag das unter anderem am sichtbaren Sensorgitter des Touchscreens, das dafür gesorgt hat, dass der Bildschirm dunkler und weniger kontrastreich als beim Paperwhite gewirkt hat. Der Vorteil zu E-Ink Pearl war zwar weiterhin sichtbar, aber eben deutlich geringer ausgeprägt.

Ohne Beleuchtung: Kindle Paperwhite (links) und Tolino Vision 2 (rechts) bieten eine ähnlich gute Ablesbarkeit. Mit freiem Auge sind die Unterschiede sehr gering.

Einen genaueren Blick auf die Vorteile der Carta-Technik haben wir bereits an dieser Stelle geworfen. In aller Kürze: E-Ink Carta bringt einen besseren Reflexionsgrad an den Tisch, was bedeutet, dass der Bildschirm mehr Licht reflektiert und dadurch in verschiedenen Situationen heller wirkt, als die bekannte Pearl-Technik.

Besserer Kontrast, ohne Sensorgitter

Kommen wir also endlich zur Sache: Wie bereits erwähnt, macht der Tolino Vision 2 eine deutlich bessere Figur als sein Vorgänger. Im Gegensatz zur ersten Geräteversion ist das Sensorgitter des Touchscreens nun unsichtbar, sodass die Vorteile des Carta-Bildschirms voll zur Geltung kommen. Möglicherweise sind die Displays an sich auch besser geworden.

In der Praxis zeigt sich das jedenfalls in einer merklich verbesserten Ablesbarkeit – sowohl im Vergleich zum Vorgänger, als auch (ganz besonders) im Vergleich zur E-Ink Pearl Konkurrenz. Das gemessene Kontrastverhältnis im neuen, standardisierten und praxisnahen Messverfahren bestätigt den Eindruck, denn mit 5,8:1 liegt der neue Vision 2 deutlich näher am Paperwhite, sodass der Unterschied mit freiem Auge kaum sichtbar ist.

Kontrastverhältnis X:1, ohne Beleuchtung (höher ist besser)

  • Kobo Aura H2O 6.5
  • Kindle Paperwhite 2 6.1
  • Tolino Vision 2 5.8
  • PocketBook Ultra 5.4
  • Tolino Vision 5.1
  • PocketBook Touch Lux 2 4.8

Unter dem Mikroskop (siehe Bild) bestätigt sich dann auch die Beobachtung, wonach das Sensorgitter verschwunden ist. Ebenfalls auffällig ist die geringere Streuung der über dem Bildschirm liegenden Plastikschichten, sodass die Kanten der Schrift weniger diffus wirken.

Unter dem Mikroskop: Der neue Vision besitzt die bessere Ablesbarkeit – ohne sichtbares Sensorgitter und mit besserem Kontrast

Wie bereits erwähnt, braucht man sich wegen möglicher Spiegelungen des kapazitiven Touchscreens keine Sorgen zu machen. Auch wenn die Gehäuseoberfläche wie bei einem Smartphone oder Tablet plan ist, so wurde eine sinnvolle Entspiegelung vorgenommen, die störende Lichtreflexionen auf ein Minimum reduziert. So sieht der Tolino Vision 2 auch bei direkter Sonneneinstrahlung genauso gut aus wie andere eReader.

Verbesserte Ausleuchtung mit anderer Farbtemperatur

Die Beleuchtung des Bildschirms erfolgt wieder mit fünf im Rahmen (unterer Rand) sitzenden LEDs. Die Helligkeitseinstellung lässt sich über einen virtuellen Schieberegler stufenlos vornehmen. Aktivieren und deaktivieren kann man das Licht mit dem bereits beschriebenen Hardwareknopf am oberen Geräterand, wobei ein Softwareindikator direkt anzeigt (bei sehr heller Umgebung ist nicht immer erkennbar, ob das Licht aktiviert ist), wenn die Beleuchtung (de-)aktiviert wurde. Ein langer Knopfdruck ruft den Schieberegler zur Einstellung der Helligkeit auf.

Der gute Eindruck des Displays setzt sich auch bei der Beleuchtung fort. Diese wirkt im direkten Vergleich zum Modell der ersten Generation gleichmäßiger. Schon beim Vision 1 gab es zwar keine wirklich störenden Unregelmäßigkeiten, aber die Ausleuchtung war eben nicht so gleichmäßig wie bei der Konkurrenz. Der Vision 2 rückt in Hinblick auf die Homogenität näher zum Mitbewerb. Besonders der schwach sichtbare vertikale Farbverlauf (von oben gelblich , zu unten bläulich) ist nun verschwunden (siehe Bild) und auch an den Rändern sind die Schatten und Lichthöfe deutlich geringer und gleichmäßiger ausgeprägt. Perfekt ist der neue eBook Reader zwar auch nicht, aber jedenfalls in dieser Hinsicht ohne Zweifel besser als sein Vorgänger.

Ein Vergleich mit Kontrastverstärkung zeigt die Unterschiede sehr deutlich:

Mit dem in diesem Bild verstärkten Kontrast (+90), werden die Unterschiede und Unregelmäßigkeiten deutlich sichtbar. Der Tolino Vision 2 (links) ist dem Vision 1 (rechts) in Hinblick auf die Gleichmäßigkeit klar überlegen.

Die bessere Ablesbarkeit verdankt der Tolino Vision 2 auch dem verbesserten Lichtleiter, denn nun erhellt sich die Schrift nicht mehr so stark wie beim Vorgänger. Stattdessen messen wir mit voller Helligkeitstufe ein Kontrastverhältnis von 7,4:1, das sichtbar besser ist als beim ersten Vision. Damit rückt er auch näher zum Hauptkonkurrenten, wobei der Unterschied hier in erster Linie durch die verschiedenen maximalen Helligkeitsstufen zustande kommt. Misst man den Schwarzton bei gleicher Lichtintensität (40 cd/m²), dann wird der Unterschied zum Kindle Paperwhite noch geringer (siehe unten).

Kontrastverhältnis X:1, mit voller Helligkeit (höher ist besser)

  • Kobo Aura H2O 10
  • PocketBook Touch Lux 2 9.4
  • Kindle Paperwhite 2 9.0
  • Tolino Vision 2 7.4
  • Tolino Vision 6.5
  • PocketBook Ultra 4.9

Schwarzton bei 40 cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kobo Aura H2O 2
  • Kindle Paperwhite 2 2
  • PocketBook Touch Lux 2 2
  • Tolino Vision 2 3
  • Tolino Vision 5
  • PocketBook Ultra 6

In der Praxis bedeutet das, dass der Paperwhite zwar in Umgebungen mit heller Umgebungsbeleuchtung dank der höheren Maximalhelligkeit die etwas bessere Ablesbarkeit bietet, im abgedunkelten Raum aber nur noch sehr geringe Vorteile hat. Das nachfolgende Bild zeigt den direkten Vergleich mit ähnlichen Schriftarten, bei gleicher Helligkeitseinstellung. Der Kontrastunterschied ist hier deutlich geringer ausgeprägt als noch bei der ersten Generation.

Der Tolino Vision 2 (links) leuchtet zwar ein wenig grünlicher, der tatsächliche Kontrastunterschied zum Kindle Paperwhite (rechts) bei gleichen Helligkeitseinstellungen ist aber relativ gering. In jedem Fall sind beide Bildschirme sehr gut ablesbar.

Als einziger Kritikpunkt ist hier in meinen Augen die Farbtemperatur der Beleuchtung zu nennen, denn diese ist nun eher grünlich, was im direkten Vergleich zu anderen Geräten auffällig wird. Glücklicherweise ist es für sich genommen kein Problem und nicht so stark ausgeprägt, dass es stört. Dennoch wäre mir eine wärmere Färbung lieber gewesen.

Die maximale Helligkeit liegt mit 53 cd/m² ein wenig über dem Vorgänger, was allerdings auf Mess- und Fertigungsschwankungen zurückzuführen sein könnte. Mit freiem Auge ist die maximale Lichtintensität nicht vom Vorgänger zu unterscheiden. Gleiches gilt für die kleinste Lichteinstellung mit 2,2 cd/m², die auch für Personen mit empfindlichen Augen bei absoluter Dunkelheit kein Problem darstellen sollte.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Kobo Glo 121
  • Kobo Aura 112
  • Kobo Aura H2O 99
  • PocketBook Touch Lux 2 96
  • Kindle Paperwhite 2 91
  • Tolino Vision 2 53
  • Tolino Shine 41
  • PocketBook Ultra 40
  • PocketBook Touch Lux 38
  • Icarus Illumina HD 36

 

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kobo Glo 4
  • Icarus Illumina HD 3.2
  • Tolino Shine 2.4
  • Tolino Vision 2 2.2
  • PocketBook Ultra 2
  • PocketBook Color Lux 2
  • Kobo Aura H2O 1.2
  • PocketBook Touch Lux 1.2
  • Kobo Aura 1.2
  • PocketBook Touch Lux 2 1.1
  • Kindle Paperwhite (2013) 0.2

Besseres Ghostingverhalten

Auch das Ghostingverhalten hat sich gebessert, denn während dieses beim Vorgänger zeitweise für sehr fragwürdige Ergebnisse gesorgt hat, sieht das nun deutlich besser aus. Das liegt einerseits an einem offenbar besseren Display, andererseits an softwareseitigen Optimierungen. Wenn man am Vision 2 Bedienelemente ein- und wieder ausblendet, dann wird der Bildschirm vollständig aktualisiert. Das geschah beim alten Modell nicht, was zur Folge hatte, dass man nach Aufruf des Menüs für mehrere Seiten störende Anzeigefragmente sehen konnte. Das ist nun jedenfalls Geschichte. Auch beim regulären Weiterblättern hat sich das Ghosting verbessert.

Der einzige Kritikpunkt der sich im Vergleich zum Vorgängermodell nicht geändert hat, ist die Kratzanfälligkeit der Gehäusefront. Da diese weiterhin plan ist, ist sie natürlich auch anfälliger für Kratzer. Das Gehäusematerial an der Front scheint jedenfalls weicher zu sein, als die übliche Beschichtung anderer eBook Reader (mit nicht-planer Oberfläche) oder Smartphone und Tablets. Generell empfiehlt es sich daher eine Schutzhülle zu verwenden, wenn man das Gerät im Rucksack, der Handtasche oä. verstaut.

Zwischenfazit zum Display

Der erste Vision zeigte zwar schon einige Verbesserungen gegenüer dem Shine, allerdings waren die Unterschiede z.T. so gering, dass man sie in Natura nicht in allen Situationen wahrnehmen konnte. Mit dem Tolino Vision 2 ändert sicht das nun recht deutlich, denn der Bildschirm ist im Grunde in jeder Hinsicht besser als beim Vorgängermodell.

Der Kontrast ist sowohl mit als auch ohne Beleuchtung sichtbar kräftiger, die Ausleuchtung ist besser und auch das Ghostingverhalten wurde korrigiert. Die Kontrastverbesserungen sind einerseits auf den neuen Touchscreen zurückzuführen, andererseits aber möglicherweise auch auf ein besseres Displaypanel.

Was nun genau die Hintergründe sind, spielt für die Praxis aber keine allzu große Rolle. Fest steht jedenfalls, dass sich die Ablesbarkeit im Vergleich zum Vorgänger sichtbar verbessert hat, was auch den Abstand (ohne Beleuchtung) zur Pearl Konkurrenz deutlich erhöht bzw. den zum Hauütkonkurrenten (Kindle Paperwhite) verringert.

In jedem Fall kann man an dieser Stelle festhalten: Gute Arbeit! Damit ist der Vision 2 ein ernst zu nehmender Konkurrent für den Mitbewerb.


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