Thalia eBook Reader

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Über Thalia

Hinweis: Informationen zu den Tolino eBook Readern findest du hier.

Thalia war der erste der großen deutschen Buchhandelsketten, der die Wichtigkeit des digitalen Buchmarktes erkannt hat. Schon früh ging man deshalb mit entsprechenden Digitalangeboten an den Start. Dabei hat mich sich ganz offensichtlich am Beispiel von Amazon orientiert, die in den USA einen sehr eindrucksvollen Start hinlegen konnten. Mit dem Thalia Oyo 1 und Oyo 2 wollte es der Filialist ebenso machen.

Der Erfolg blieb allerdings aus mehreren Gründen aus. Zunächst war die Nachfrage am heimischen Buchmarkt nach einer Digitalisierung der Inhalte damals nicht so groß, wie dies zur gleichen Zeit in den USA der Fall war. Erschwerend kam hinzu, dass die beiden Thalia eReader eine Reihe verschiedener Probleme hatten, welche die Nutzung erschwerten und damit nicht den gleichen Zuspruch fanden wie Konkurrenzprodukte. Der Filialist hatte zugleich die Sony Geräte im Sortiment, die allerdings lange Zeit keinen integrierten eBook Shop besessen haben. Diesen Umstand wollte man mit den Oyos korrigieren.

Letztendlich wurde die Oyo-Reihe eingestellt und von eReadern des französischen Unternehmens Bookeen beerbt. Thalia bot mehrere Geräte des Unternehmens mit kleineren Softwareanpassungen und einem eingebauten eBook Shop an. Die Akzeptanz war dank bessere Umsetzung und generell steigendem Interesse der Kundschaft an eBooks deutlich besser. Problematisch war dann aber wiederum, dass auch die Konkurrenz mit begehrten Endgeräten punkten konnte und somit Vorsprung den Thalia mit dem frühen Start des Digitalprogramms eigentlich hatte schnell egalisiert hat. In der Zwischenzeit wurden die Sony eBook Reader aus dem Programm genommen.

Letztendlich führte das dazu, dass Thalia gemeinsame Sache mit Weltbild, Hugendubel, Bertelsmann und der deutschen Telekom machte, um einen schwergewichtigen Konkurrenten für Amazons Kindle Angebot zu erschaffen. Das neue Gemeinschaftsprojekt unter dem Namen Tolino schaffte es sich, dank umfangreicher medialer Berichterstattung und Pressearbeit, sowie durch zahlreiche Werbeschaltungen neben der Kindle-Marke als eBook-Anbieter zu etablieren.

Die Zusammenarbeit mit Bookeen sollte ursprünglich zwar weitergehen, letztendlich verschwanden die französischen Geräte aber nach mehreren Abverkaufswellen aus dem Sortiment. Aktuell bietet Thalia somit ausschließlich Tolino-Modelle zum Verkauf an.