Sony eBook Reader

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Über Sony

Sony gilt als Urvater des eBook Readers und hat sich zusammen mit Philips und E-Ink für die Entwicklung des Sony Librié verantworlich gezeichnet. Es handelte sich um den ersten eReader mit E-Ink Bildschirm. Kurze Zeit später wurde die Technik von Amazon aufgegriffen und ebenso für den ersten Kindle genutzt.

Sony ging von Anfang an sehr ambitioniert an die Sache und hat im Ein-Jahres-Rythmus laufend neue Geräte vorgestellt. Die Verantwortlichen des japanischen Elektronikkonzerns waren ganz offensichtlich von der Technik sehr begeistert und haben sich am digitalen Buchmarkt ein besonders starkes Wachstum erhofft. Es kam allerdings insbesondere im am wichtigen US-Markt dann doch ein wenig anders als von Sony gehofft, denn die eigenen Lesegeräte konnten mangels vernpnftiger Shoplösung und aufgrund der starken lokalen Konkurrenz durch Amazon und Barnes & Noble nie die gleiche Verbreitung und einen großen Bekanntheitsgrad erlangen, wie die eReader der Mitbewerber.

Das führte schließlich dazu, dass Sony die eBook-Ambitionen langsam aber sicher überdacht hat, sodass die Entwicklungssprünge ab dem PRS-650 deutlich geringer ausgefallen sind als die Jahre zuvor. Erschwerend kam außerdem die finanzielle Krise des Unternehmens hinzu, die Sony dazu gezwungen hat massive Einsparungen vorzunehmen.

Das Ergebnis konnte man schließlich in den Jahren 2011, 2012 und 2013 sehen, als die Japaner nur noch geringe Veränderungen an den neuen eBook Reader Modellen vorgenommen haben, anstatt wie die Jahre zuvor mit wichtigen technischen Innovationen zu punkten. Der Sony PRS-T1 bekam ein neues (billigeres) Plastikgehäuse, WLan und Android als Betriebssystem spendiert, brachte gegenüber dem Vorgänger und der Konkurrenz keine nennenswerten technischen Vorteile mit. Noch weit unspektakulärer war der Generationenwechsel zum PRS-T2. Das neue Modell war im Grunde baugleich zum alten.

Hierzulande konnte Sony aufgrund der Libri-Partnerschaft aber dennoch wichtige Verkaufserfolge einfahren. Der letzte 6 Zoll eReader bekam zwar ein neues Display (allerdings keine Carta-Technik) und eine höhere Auflösung spendiert, war allerdings ohne Beleuchtung der Konkurrenz deutlich unterlegen. Damit war Sony im Jahr 2013 das einzige Unternehmen ohne beleuchteten eReader im Sortiment.

Im Jahr 2013 hat Sony schließlich den Rückzug aus dem eBook Geschäft in den USA und Kanada bekanntgegeben, später folgten alle anderen Ländershops außerhalb Japans. Der eBook-Rückzug hatte auch den Ausstieg von der Harry-Potter-Plattform Pottermore zur Folge, wo man als Technologie- und Marketingpartner aktiv war.

Noch ist das E-Paper-Segment von Sony aber im Forschungsbereich aktiv und hat mit dem 13,3 Zoll großen DPT-S1 ein Gerät im Angebot, das auf den E-Learning- und Business-Bereich ausgerichtet ist. Einen PRS-T4 für den Endverbrauchermarkt wird es jedoch nicht mehr geben.