Bookeen Cybook Muse HD und Muse Light eReader vorgestellt

18. Oktober 2016
Lesezeit: 2:29 Min.
Bookeen Cybook Muse HD und Muse Light eReader vorgestellt

Zwar sind die oft gelobten eBook Reader von Bookeen in Deutschland kaum noch erhältlich, in der Firmen-Heimat Frankreich scheint es dem Anbieter aber offenbar ganz gut zu gehen. Darauf deuten zumindest die zwei Neuvorstellungen der Franzosen hin: Der Bookeen Cybook Muse HD und der Bookeen Cybook Muse Light. Damit bietet der Hersteller aktuell fünf unterschiedliche Modelle an.

Der Bookeen Muse HD stellt eine Erweiterung des Portfolios ins 300 ppi Segment dar. Der eReader verfügt über ein 6 Zoll E-Ink Carta Display mit einer Auflösung von 1448×1072 Pixel. Am Design hat sich im Vergleich zum „regulären“ Muse Frontlight nichts geändert. Die Gehäusefront ist plan und besitzt seitlich neben dem Bildschirm jeweils eine Blättertaste, sowie unter dem Display den Home-Button. Auch wenn der Frontlight-Part im Namen weggefallen ist, besitzt das Lesegerät selbstverständlich auch eine eingebaute Beleuchtung.

Gutes Grundgerüst

Die Verarbeitung des Muse Frontlight entpuppte sich im Test zwar als grundsätzlich sehr gut, allerdings wurde der Eindruck vom Lichtaustritt an den Rändern ein wenig getrübt. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Mangel beim neuen Modell behoben wurde.

Der interne Speicher des Geräts ist mit 8 GB großzügig bemessen und kann entgegen dem Trend mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Der einzige andere 300 ppi Mainstream eReader, der diese Option ebenfalls bietet, ist der kürzlich vorgestellte PocketBook Touch HD.

Über WLan kann man auf das Internet und den eingebauten eBook-Shop zugreifen.

Der Preis des Geräts liegt bei marktüblichen 130 Euro. Wie eingangs erwähnt, wird man abgesehen vom EU-Import aber vermutlich Schwierigkeiten haben, das Gerät in Deutschland zu kaufen. Dennoch ist der Muse HD eine durchaus interessante Neuvorstellung, insbesondere deshalb, weil der Vorgänger das mitunter kontrastreichste E-Ink Display besitzt.

Mit Beleuchtung im Einsteigersegment

Bei der zweiten Neuvorstellung handelt es sich – wie der Name schon verrät – um eine abgespeckte Feature-Version. Der Muse Light besitzt zwar ebenfalls einen E-Ink Carta Bildschirm, allerdings liegt die Auflösung mit nur 800×600 Pixel (167 ppi) am Niveau der Einstiegsmodelle Tolino Page und Kindle. Gegenüber diesen Konkurrenten kann der Muse Light aber mit einer eingebauten Beleuchtung punkten.

Das grundsätzliche Design orientiert sich an den teureren Geschwistern, allerdings ohne die plane Gehäusefront zu übernehmen. Stattdessen besitzt das Gerät die übliche Vertiefung des Bildschirms. Unklar bleibt dabei, wie sich die unterschiedliche Bauform des Touchscreens auf die Beleuchtungsqualität auswirkt und ob diese Vor- oder Nachteile mit sich bringt.

Mit einer Größe von 4 GB liegt der interne Speicher auf dem üblichen Niveau, dieser kann ebenso mit einer MicroSD-Karte erweitert werden. Auch WLan ist wieder mit dabei. Mit nur 155 Gramm gehört das Modell zu den leichtesten Leucht-Modellen, die Maße betragen ebenso wie beim Muse HD 155 x 116 x 8 mm.

Die unverbindliche Preisempfehlung von 90 Euro passt zum Gebotenen, allerdings nur wenn man die üblichen Preisaktionen von Kindle und Tolino ausklammert. Kindle Paperwhite und Tolino Shine 2 HD mit 300 ppi gibt es zwischenzeitlich immer wieder für 100 Euro und sind damit kaum teurer.

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