Artatech InkBook geht mit E-Ink Carta an den Start, kennen wir schon

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In den letzten Tagen hat die Meldung die Runde gemacht, dass Onyx einen neuen eBook Reader mit dem Namen InkBook mit E-Ink Carta Display auf den Markt gebracht hätte. Das stimmt allerdings nicht so ganz. Der neue eReader wird lediglich vom polnischen Onyx Reseller Artatech verkauft und nennt sich InkBook Onyx, hat mit dem chinesischen Hersteller Onyx Boox (bzw. Onyx International Inc) allerdings nichts zu tun.

Tatsächlich handelt es sich beim Artatech InkBook um einen bereits bekannten eReader, den wir schon mehrfach unter die Lupe genommen haben. Das Gerät wird nämlich ebenfalls von Icarus verkauft und hört dort auf den Namen Illumina. Hergestellt wird der eBook Reader vom chinesischen Unternehmen Boyue unter der Bezeichnung T61.

Aktuellste Version mit E-Ink Carta Anzeigetechnik

Es gibt mehrere sehr ähnliche Geräte die unter dem T61-Label verkauft werden. So sind Modelle mit 4 GB und 8 GB mit unterschiedlichen E-Ink Pearl Displays (!) im Umlauf, sowie die aktuellste Version mit 8 GB und E-Ink Carta Technik. Diese letzte Generation mit Carta-Bildschirm wird seit einigen Wochen auch von Icarus angeboten und nun folgt Artatech mit dem InkBook Onyx.

Die technischen Daten sind dementsprechend identisch: Das Gerät hat eine Auflösung von 1024×758 Pixel (212 ppi), einen kapazitiven Touchscreen, WLan und nutzt Android 4.2.2 als Betriebssystem. Wie gewohnt besitzt das Modell Hardwaretasten neben dem Bildschirm, wobei insbesondere die Aktualisierungstaste bei der Android-Nutzung (und nicht E-Ink optimierten Applikationen) sehr nützlich ist.

Der interne Speicher (rund 5,6 GB für den Nutzer verfügbar) kann per MicroSD-Karte erweitert werden.

Im Gegensatz zu den Onyx eBook Readern mit Android (z.B. dem Boox T68) ist beim Artatech InkBook nicht der Google Playstore vorinstalliert, sondern ein alternativer App-Store von Midiapolis.

Carta-Display bringt kaum Verbesserungen, oder?!

In unserem Test hat sich der baugleiche Icarus Illumina als solides Lesegerät mit erweiterter Funktionalität erwiesen.

Zuletzt wurde das Gerät aufgrund des neuen E-Ink Carta Displays erneut einem Testlauf unterzogen, wo der Bildschirm allerdings nicht mit den Mitbewerbern mithalten konnte. Der mögliche Grund: Es sieht aktuell danach aus, als ob mir entgegen der Zusage ein Pearl-Gerät der letzten Generation geliefert wurde (siehe oben), was die beobachteten und gemessenen Unterschiede erklären würde. Das Ganze wird aktuell gerade abgeklärt und der Testbericht dann bei Kenntnis entsprechend nachgebessert (sollte sich die Vermutung als richtig herausstellen).

Viele Möglichkeiten dank Android

Dieser Umstand ändert aber nichts an der Software, denn egal welche Version des Geräts man nun bekommt, letztendlich wird das gleiche (gut angepasste) Android-Framework verwendet, sodass die Bedienung immer gleich funktioniert und die selben Möglichkeiten zur Erweiterung bestehen.

Als besonders beliebt hat sich in diesem Zusammenhang die Verwendung der Skoobe-App zur eBook-Flaterate-Nutzung erwiesen, denn dank der Blättertasten und des manuellen Aktualisierungsknopfes klappt das am Bouye T61 (bzw. Icarus Illumina, Artatech InkBook, usw.) so gut wie auf keinem anderen dedizierten Lesegerät.

Allerdings muss man auch die bekannten Nachteile bei der Grundfunktionalität in Kauf nehmen, denn im Gegensatz zu den großen Herstellern (Amazon, Tolino, Kobo, usw.), ist der Feinschliff in einigen Bereichen (Wörterbuch, Notizen, Akkulaufzeit …) eher grob ausgefallen.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt und den eBook Reader ohnehin als Tablet-Erweiterung nutzen möchte, der kann sich das Gerät ab sofort direkt bei Artatech für 124 Euro kaufen.

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Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
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